Sonntag, 4. März 2018

Fotoshooting mit Michelle



Eine simple Frage - ergab einen schönen Tag, mit wundervollen Fotos, Erfahrungen wurden gesammelt und Menschen glücklich und zufrieden gemacht. 


Die einfache Frage lautete: Kannst du mir sagen wie ich Portrait Fotos mache? Meine Antwort war zuerst: Ähhh nö kann ich nicht, ich hab da selber keine Ahnung, aber es gibt ja genug Videos auf YouTube. Als ich aber genauer darüber nachdachte, stellte ich fest dass ich doch einiges darüber wusste. Eigentlich habe ich ja selber schon genug Videos angeschaut in denen es über Kameras und Objektive geht und dabei wurde auch oft genug gezeigt und erklärt wie man jemanden Fotografiert. Also habe ich meine erste Antwort zurückgezogen und meine Richtige Antwort lautete: Ja klar komm vorbei und wir machen was und ich erzähl dir was ich so aufgeschnappt habe.




Marco, der diese Frage gestellt hatte um tiefer in die Welt der Fotografie einzutauchen, brachte seine Freundin Michelle mit. Die sich gerne als Model zur Verfügung stellte. Das ergab nun die Möglichkeit nicht nur theoretisch darüber zu reden sondern auch gleich praktisch zu üben und zu zeigen auf was alles zu achten ist. Also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Hah sehr gut. Ich hab dann gefragt ob ich auch Fotos machen darf, denn somit konnte ich auch mein Wissen in praktische Erfahrung umwandeln.



Marco besitzt eine Canon 1200D mit dem Kitobjektiv 18-55mm und ein Zoomobjektiv dem 55-250mm. Ja die Kamera ist eine Einsteigerkamera, aber es sei gesagt, dass es mit dieser Kamera kein Problem ist richtig geile Fotos zu machen. Auch die Objektive reichen aus um von Landschaft, über Alltag bis hin zu Portraits alles fotografieren zu können.



Ich habe da schon eine größere Auswahl an Objektiven und die haben wir dann auch durchgetestet um zu zeigen wo dann er Unterschied zu den Kitobjektiven liegt. Aber ein Objektiv eignet sich ganz besonders für diese Art von Bildern, es ist das Canon 50mm mit Blende 1.8. Sehr Lichtstark und das zu einem unschlagbar günstigen Preis. Ich habe es ihm sehr ans Herz gelegt, sich dieses Objektiv auch zu kaufen.



Für die Fotos die ich gemacht habe und die ich auch hier zeige habe ich das Sigma 30mm f/1.4, das Canon 50mm f/1.8 stm und das Canon 70-200mm f/4 benutzt. Das 50mm hat Marco von mir bekommen um damit zu üben und zu sehen was damit möglich ist.




Wo haben wir die Fotos gemacht und auf was ist zu Achten?



Zum einen haben wir in meinem Wohnzimmer und zum anderen haben wir dann draußen im Garten Fotos gemacht. Also ganz simpel und einfach. Keine Blitze keine Lampen oder sonst etwas, einfach nur Kamera und Objektiv.



In meinem Wohnzimmer gibt es ein großes Fenster und eine Balkontür, durch die logischerweise Tageslicht hereinkommt. Ich habe Michelle also auf einen Hocker gesetzt und das Fenster war von ihr aus gesehen auf der rechten Seite und die Balkontür war vor ihr. Dadurch war ich Gesicht schön ausgeleuchtet und von Seite kam auch noch Licht. Und dieser Aufbau ergibt folgende Bilder.



 





Danach habe ich Michelle gebeten auf der Couch platz zu nehmen. Dort war sie sehr nah am Fenster und da der Himmel bewölkt war ergab das ein perfektes, weiches Licht. Marco und ich haben unsere Bilder geschossen und wir waren begeistert von dem Ergebnis. 


                   

 


Was also ganz wichtig ist? das LICHT. Worauf noch zu achten ist, ist der Hintergrund. Es sollte nichts aus dem Kopf wachsen. Wie z.B. Bilder oder Lampen. Am besten ist also eine leere Wand zu haben und gegebenenfalls Bilder abzuhängen. Haben wir auch gemacht. Was beim Fotografieren wichtig ist, also beim Bild selber, ist darauf zu achten, fülle das Bild bzw den Sensor aus. Lass nicht zu viel Platz über dem Kopf des Model, willst du das Gesicht fotografieren dann geh nah ran und achte sehr darauf dass die Augen scharf sind, vor allem das Auge das näher bei dir ist.



Danach sind wir nach Draußen gegangen. Da haben wir dann auf unsere Teleobjektive gewechselt. Und da ist es egal ob du ein günstiges oder ein Profi Teleobjektiv hast, denn draußen hat man Platz und genug Abstand um mit einem Objektiv mit langer Brennweite zu fotografieren. Und bei 200mm oder mehr ist feinstes Bokeh garantiert. Also der unscharfe Bereich hinter dem Model. Worauf aber auch in der Natur zu achten ist, ist der Hintergrund. Ist ein Busch oder Baum im Hintergrund ergibt das oft ein sehr unruhiges Bokeh, also eine unruhige Unschärfe, was nicht angenehm fürs Auge ist zum ansehen.



 

 




Um das beste aus seinen Fotos heraus zu holen, empfiehlt es sich noch, die Fotos in einem Bildbearbeitungsprogramm zu optimieren. Denn direkt aus der Kamera sehen die Fotos oft lasch und kontrastlos aus. Hab keine Angst davor, probiere es aus und du wirst sehen es lohnt sich.


Ich hoffe die Tipps und Bilder helfen dir dabei auch bessere Fotos zu machen.

Danke fürs lesen und happy shooting !!!

wolfgang engel | fotolux.at

Ausrüstung:

Amazon Affiliate Links:

Kamera:  Canon EOS 80D
Objektiv: 
Sigma 30 mm F1,4 EX DC HSM | Canon EF 50mm f/1,8 STM | Canon EF 70-200mm 1:4 L USM

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